Bundesamt für Naturschutz

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Helsinki-Kommission (HELCOM)


Das Helsinki-Abkommen für den Schutz der Ostsee aus dem Jahr 1974 sollte das Einbringen von Schad- und Nährstoffen in die Ostsee vermindern und dazu beitragen, sie von militärischen und anderen Altlasten zu befreien. Das Abkommen wurde 1992 um den Aspekt des Schutzes von Natur und Lebensvielfalt erweitert. Dem erneuerten Helsinki-Übereinkommen von 1992 zum Schutz der Meeresumwelt des Ostseegebiets gehören alle neun Ostsee-Anrainerstaaten und die Europäische Union an.

Schutz der Ostsee

Sturmmöwen (Larus canus) an der schwedischen Schärenküste. Foto: S.E. Arndt
Sturmmöwen (Larus canus) an der schwedischen Schärenküste.  Foto: S.E. Arndt
Prachttaucher (Gavia arctica) im skandinavischen Sommer. Foto: S.E. Arndt
Prachttaucher (Gavia arctica) im skandinavischen Sommer.  Foto: S.E. Arndt

Die Helsinki Kommission (HELCOM) ist das oberste Entscheidungsgremium zu Fragen der Umsetzung des Übereinkommens und besteht aus Regierungsvertretern der 9 Vertragsstaaten sowie der EU und Beobachtern verschiedener Interessensgruppen, u.a. Umweltschutzverbänden
 www.helcom.fi. Sie trifft sich einmal pro Jahr. Darüber hinaus existieren mehrere ständige Arbeitsgruppen sowie zeitlich befristete Projektgruppen im Rahmen von HELCOM. Die Kommission und ihre Arbeitsgruppen erhalten wissenschaftliche und technische Unterstützung durch das HELCOM Sekretariat, das in Helsinki angesiedelt ist. Ein wichtiges Instrument der HELCOM sind Empfehlungen zu Umwelt- und Naturschutzbelangen.

Von Naturschutzrelevanz ist insbesondere der Artikel 15 für Naturschutz und Biologische Vielfalt, welcher die Verpflichtung der Vertragsparteien enthält, sowohl alleinverantwortlich als auch gemeinsam alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die natürlichen Lebensräume und Naturprozesse sowie die biologische Vielfalt im Meeresgebiet und an den Küsten der Ostsee zu erhalten und zu schützen. Innerhalb der Helsinki Kommission nimmt die Arbeitsgruppe HELCOM-HABITAT die fachlichen Aufgaben wahr, die sich aus Artikel 15 ergeben. Hier ist BfN besonders aktiv und hat diese Gruppe in der Vergangenheit 10 Jahre lang geleitet.

HELCOM hat im November 2007 auf Ministerebene ein gemeinsames Aktionsprogramm zur Verbesserung der Meeresumwelt des Ostseegebiets, den "Baltic Sea Action Plan (BSAP)" verabschiedet. Dieser Aktionsplan, der u.a. als regionaler Beitrag der acht EU-Staaten im Ostseeseeraum zur Umsetzung der EU Meeresstrategie-Richtlinie zu sehen ist und von Russland mitgetragen wird, formuliert Ziele, Maßnahmen und In