Bundesamt für Naturschutz

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Grundlagen für den Gorillaschutz - Umsetzung der Frankfurter Erklärung

Hintergrund

Westlicher Flachlandgorilla
Frontalansicht Westlicher Flachlandgorilla

Das 2009 von der UN-Konvention zum Schutz wandernder Tierarten ausgerufene Jahr des Gorillas hat darauf aufmerksam gemacht, wie akut die Gefährdung der beiden Gorillaarten (Westlicher und Östlicher Gorilla, Gorilla gorilla bzw. Gorilla beringei) ist. Der Mensch stellt durch seine Eingriffe in den Lebensraum dabei die größte Bedrohung dar. Schon seit einigen Jahrzehnten ist bekannt, dass im südwestlichsten Zipfel Kameruns bedeutende Populationen des Westlichen Flachlandgorillas (Gorilla gorilla gorilla) leben. Im Jahr 2000 wurde ein Teil dieser Region als Nationalpark (Campo Ma’an) ausgewiesen und seitdem vom WWF unterstützt. Um den Nationalpark zu schützen, bedarf es jedoch Initiativen, die den Menschen vor Ort ein Auskommen ermöglichen, welches gleichzeitig die Ressourcen und den Wald schont. Die Etablierung eines Ökotourismusprogramms kann ein Weg sein, um dies zu ermöglichen, beinhaltet aber gleichzeitig auch Gefahren, wenn diese Form der Nutzung der Natur nicht nachhaltig und „sanft" geschieht.

Das Projekt

Ziel des Vorhabens war die Unterstützung des Aufbaus eines natur- und umweltverträglichen Gorillatourismus mit gleichzeitiger Stärkung der regionalen Entwicklung und Erhöhung der Bewusstseinsbildung der örtlichen Bevölkerung für den Gorillaschutz, um die vom Menschen ausgehenden Bedrohungen für Gorillas zu mindern.

Zur Verbesserung des Gorillaschutzes in Kamerun, zur Erhaltung ihres Verbreitungsgebiets und zum Wohle der lokalen Bevölkerung wurden daher die folgenden Empfehlungen formuliert, um die Entwicklung eines Gorilla-Tourismusprojektes im Campo-Ma'an-Nationalpark zu befördern:

1) Effektiver Schutz des Nationalparks,

2) Einbeziehung aller Interessenvertreter, um deren Engagement zu gewährleisten,

3) Durchführung einer detaillierten Wirtschaftsanalyse.

In diesem Rahmen sollte die Datenbasis erstellt werden, die notwendig ist, um die langfristigen Auswirkungen des Gorilla-Tourismus im Campo-Ma'an-Nationalpark zu bewerten und die Projektmanager bei der Erarbeitung von Richtlinien und Aktivitäten zur Wirkungsoptimierung zu unterstützen.

Erfolge

Ecoguards auf Patrouille
Ecoguars patroullieren auf einem Fluss

Das ökologische Gorilla-Monitoring im Projektgebiet bestätigte die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie und zeigte die Präsenz von sehr großen Gorillag